Velg album:
 
-Det Vilde Kor
 
-Troll
 
-Åsmund Frægdegjevar
 
-Demo 2001

 
 


8.5/10

Zärtlich umschmeichelt einen der weibliche, gehauchte, geflüsterte, norwegische Gesang und verführt einen in eine andere Lebenswahrheit. Eine Realität von Wäldern, Bächen und von Sonnenschein durchsetztem Nebel, wie beim Sonnenaufgang, auf dem Schulweg.

Auch der männliche Gesang ich zärtlich gesungen, zerbrechlich wie der weibliche, mit hauchdünnen Melodiefäden durchzogen und kraftvoll durch die skandinavische Sprache. Dazu die leichten Gitarren und der durchscheinende Keyboardteppich.

Ein dunkles Werk ist das nicht. Nein, vielmehr ein verträumtes, zärtliches, sonniges aber auch geheimnisvolles. Vielmehr plätschert es aus den Boxen wie ein grübelndes kleines Bächlein.

Doch wie gesagt es ist Folk- Rock aus Norwegen, doch so wirklich rockig wird es nur ab und an und das Ganze wirkt dadurch etwas unharmonisch. Der Hörer wird hin und her gezerrt und die Atmosphäre der Meditation wird gedämpft wenn keine Geigenmelodie in dem rockigen Part vorkommt.

So gesehen wirkten die Rock- Parts durch das Keyboard einen hauch progressiv, allerdings ist das besser als wenn der Hörer von einem sehr atmosphärischen teil ins kalte Wasser geschmissen werden würde und kaum noch Stimmung vorhanden wäre.

Dennoch sind Lieder wie „Lad Spille Med Vaar Over Jorden“ sehr viel harmonischer, da nur zwischen fröhlich folkigen Parts und rockigen mit Geige durchsetzen Teilen gewechselt wird. Was für den Hörer angenehmer ist.

Auffallend ist die Klavierbegleitung die teilweise schon fast an Lieder von GRIEG erinnern wollen. Dazu die Klangfarbe der Geige macht den Eindruck vollkommen, doch natürlich lässt dieser nach sobald die Musik wieder etwas härter wird.

Bemerkenswert ist auch die Stimmgewalt der Sängerin, die unwahrscheinlich hoch aber dabei noch einigermaßen weich singen kann, generell hat sie eine sehr schöne natürliche und zartfühlende Stimme. Dazu kommt noch das wie ich finde Norwegisch eine sehr schöne Sprache ist, zumal es mittlerweile immer seltener wird, das man in seiner Muttersprache singt. So ist man meistens wegen der Erschließung eines größeren Marktes auf die Englische Sprache angewiesen.

Wie gesagt teilweise wirkt das Werk etwas unharmonisch was leider auch so die wirklich zärtliche Atmosphäre niederdrückt, allerdings ist es eben Folk – ROCK. Von daher ist es eine gute Leistung, auch wenn manch einem das Werk etwas zu seicht sein könnte, da es längst nicht so hart ist wie ein Werk von IN EXTREMO die ja vor allem durch die markante Stimme ihres Sängers punkten können.

Für alle die Folk mögen, für alle die die Norwegische Sprache mögen, für alle Sammler von Folk- Rock Alben, für alle die offen für neues sind, für alle die Musik mit Atmosphäre mögen oder einfach auch nur für alle die mittlerweile auf die Musik von LUMSK neugierig geworden sind. Geht hört es euch vielleicht kurz vor dem Kauf an, und geht zur Kasse!

Laura Burkhardt
http://magazin.darkness.de/23.04.2007/lumsk-det-vilde-kor/



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